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Das Darwin`sche Prinzip „survival oft he fittest“ – Kampf und Auslese, dient seit nunmehr hundertfünfzig Jahren als Deutungsmuster vornehmlich für die Organisation menschlichen Zusammenlebens. Desmond Morris Bestseller „Der nackte Affe“ flankiert die Annahmen, dass der Mensch sich ähnlicher Verhaltensmuster bedient wie die Primaten; in denen die Rangordnung dem Alpha Tier die meisten Rechte und Zugriff auf die vorhandenen Ressourcen zuspricht. Hieraus jedoch ein naturgesetzliches Paradigma für das Zusammenleben der Menschen abzuleiten, wäre verfehlt, würde zudem dem gesellschaftlichen Verdrängungswettbewerb zur Legitimation verhelfen.

So stellt der Neurobiologe Joachim Bauer in seinem Buch „Das Prinzip Menschlichkeit – warum wir von Natur aus kooperieren“ den obigen Thesen Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften entgegen, die das Bild des Menschen als „Gesellschaftswesen“ um eine erhellende Note erweitern: „Wir sind aus neurobiologischer Sicht auf soziale Resonanz und Kooperation angelegte Wesen. Kern aller menschlichen Motivation ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben“ S.23. Und weiter:

„Der Mensch ist nicht für gesellschaftliche Modelle „gemacht“, in denen Kampf und Auslese vorherrschen“ S.204. Vielmehr sieht Bauer die grundlegenden Ziele der menschlichen Motivationssysteme ausgerichtet auf soziale Gemeinschaft und ausgeglichene Beziehungen mit anderen Individuen. Das Gorilla-Prinzip darf demnach als „Auslauf-Modell“ betrachtet werden.