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Darum scheitern  Beratungsgespräche im Familien- und Freundeskreis und das können Sie tun, um  dennoch wirksame Gespräche zu führen.

Kennen Sie das: Sie haben ein Thema, das Sie bewegt und ein dringendes Redebedürfnis. Nun suchen Sie das Gespräch darüber mit dem besten Freund, dem Lebenspartner oder einer anderen vertrauten Person. Sie öffnen sich, tragen Ihr ANliegen vor. Nach einiger Zeit stellt sich das Gefühl bei Ihnen ein, nicht wirklich verstanden zu werden, sich im Kreis zu drehen, nicht weiter zu kommen.

Ein Gefühl der Sinnlosigkeit stellt sich ein, denn aus den Reaktionen des Gesprächspartners meinen Sie ablesen zu können, das dieser Sie nicht wirklich versteht. Das Gespräch wird von Ihnen zunehmend als zwecklos, ja unbefriedigend erlebt.

Dieses Miss – Verstehen kann die folgenden Ursachen haben:

Der Gesprächspartner ist nicht in der Lage, sich in Ihr Thema einzufühlen; das ist oft dann der Fall, wenn es sich um berufliche Situationen dreht, die dem anderen völlig fremd und nicht nachvollziehbar sind.

Der andere bemüht sich, Sie zu trösten, und relativiert die Situation »…ist doch gar nicht so schlimm, anderen geht es genauso, da musst Du halt durch« etc.

Der Gesprächspartner bietet Lösungen an, die dem Anliegen nicht angemessen sind oder nicht praktikabel.

Der andere benutzt Ihr Anliegen, um auf seine eigene Situation zu sprechen zu kommen »…was soll ich denn sagen, ich mache das schon viel länger durch…«

Der andere hört nur noch scheinbar zu, weil er das Gefühl hat, Sie weinen sich immer wieder bei ihm aus, holen sich seinen Rat ein um letztlich doch nichts an Ihrer Situation zu verändern. Weil leide doch einfacher als lösen ist. Er fühlt sich als seelische Müllhalde und »schaltet ab«.

Hilflose Helfer – in Ratlosigkeit und Frust gemeinsam einsam

Aus einer der oben geschilderten Situationen entwickelt sich leicht die folgende Dynamik: Der Gesprächspartner merkt, das er überfordert ist und seine Bemühungen zu helfen, ins Leere laufen; er wird mutlos und frustriert. Sie wiederum merken, das der andere sich bemüht, Ihnen aber nicht helfen kann und selbst mutlos und frustriert wird. Darauf stellt sich bei Ihnen das Gefühl ein »Hätte ich mal besser nichts gesagt… »

Was Sie beide nun gemeinsam teilen, sind Ratlosigkeit und Frust.

Leih mir dein Ohr, nicht deinen Mund!

Kennen Sie die Situation mit dem Teddybären oder der Lieblingspuppe bei Ihrem Kind?

Kinder vertrauen ihre Sorgen und geheimen Gedanken dem Plüschtier oder der Lieblingspuppe an. Ihnen genügt es, einen stummen Zuhörer zu haben, dem sie sich mitteilen können. Das dient der emotionalen Druckentlastung, ist Seelentrost und Stresslöser. Das Stofftier ist unbeteiligter Zuhörer, Kummerkasten – mehr nicht, aber auch nicht weniger!

Wie wäre es, wenn wir und auf genau diese Funktion als Zuhörer zurückbesinnen, denn

»Manchmal ist einer, der zuhört, wichtiger als ein Stück Brot«. In diesem Aphorismus zeigt sich die Erkenntnis, das das Geheimnis der Wirksamkeit guter Gespräche in der Kunst des Zuhörens liegt und nicht im Bewerten, Urteilen oder Ratschlagen. Aus dieser Erkenntnis ergeben sich einige

Tipps für den guten Zuhörer:

Lassen Sie den anderen reden.

Im »sich äussern« ist das nach Außenbringen des Problems schon Teil der Lösung.

Hören Sie aufmerksam zu.

Dazu gehören Blickkontakt, eine offene, zugewandte Körperhaltung, gelegentliches Nicken.

Stellen Sie nur Fragen, die einem besseren Verständnis der Situation dienen.

Fassen Sie das, was Ihnen aus den Äusserungen des anderen als wesentlich erscheint, kurz zusammen.

Vermeiden Sie Kommentare oder wertende Bemerkungen, seien Sie bewusst passiv.

Äussern Sie sich nur auf direkte Aufforderung Ihres Gesprächspartners.

Üben Sie sich in Schweigen, halten Sie Momente, in denen nichts gesagt wird ruhig aus. Nach einer Weile wird der andere den Gesprächsfaden wieder aufnehmen.

Seien Sie sich bewusst, das der andere sehr wohl über Mittel und Methoden verfügt,

um Antworten auf seine Fragen zu bekommen.

Lösen Sie sich von dem Gedanken, helfen zu müssen – seien Sie einfach nur da.

 

Eine treffende Zusammenfassung des Wesentlichen findet sich in einem Zitat aus dem Film

»Pulp fiction«:

„Man weiß dass man jemand ganz besonderen gefunden hat, wenn man einfach für einen Augenblick die Fresse halten und miteinander schweigen kann.“