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Wie Sie gegen Gerüchte im Unternehmen angehen.

Die Spatzen pfeifen es vom Dach…

Gerüchte

Gerüchte


Ein Mitarbeiter im Verkaufsaußendienst erfährt beim Kundenbesuch von seinem Ansprechpartner, über Gerüchte, die strukturelle Veränderungen im eigenen Unternehmen die ihn betreffen. Und das lange bevor diese ihm selbst zur Kenntnis gebracht oder offiziell bekannt gegeben werden.

Unabhängig vom Wahrheitsgehalt dieser Information haben wir es hier mit einem Gerücht zu tun. Dabei handelt es sich um eine unbestätigte Information. Sie von allgemeinem Interesse, dabei meist negativen Inhalts und verbreitet sich mündlich, mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Virus im Unternehmen. . An jeder Relaisstation, die ein Gerücht durchläuft, wird etwas hinzu gedichtet oder verändert. Bis sich am Ende eine Schauergeschichte mit einzigartigem Unterhaltungswert heraus gebildet hat. Und da die Geschichte in aller Munde ist »hast Du schon gehört…!?«, wird ihr Wahrheitsgehalt als realistisch eingeschätzt. Wenn alle darüber reden, muss ja was dran sein.

Transportkanal von Gerüchten ist der so genannte Flurfunk. Eine Art inoffizieller Nachrichtendienst, der von »gut unterrichteten Kreisen« im Unternehmen betrieben wird. Gemäß dem Motto „only bad news are good news“ beschäftigen sich die Herausgeber von Gerüchten naturgemäß mit „Aufregern“. Als unbestätigte Tatsachen werden diese ins System eingespeist und können nun ihre Wirkung entfalten.

Es ist angerichtet!
Was bewirkt das Gerücht beim oben erwähnten Außendienst Mitarbeiter?
Wenn er selbst von der vermeintlichen Umstrukturierung betroffen ist, wird er sich Fragen stellen: Warum verfügt sein Kunde vor ihm selbst über Informationen die ihn betreffen? Hat man ihn bewusst im Unklaren gelassen? Ist das Teil einer gegen ihn gerichteten Kampagne? Wenn es zur Umstrukturierung kommt – welchen Platz hat man ihm anschließend zugedacht? Hat er überhaupt eine Zukunft im Unternehmen? Soll er sich vorsorglich schon nach einem neuen Job umschauen?

Um zu erfahren, was an dem Gerücht dran ist, wendet sich der Mitarbeiter an Vertrauenspersonen mit scheinbar guten Kontakten: »Ich habe gehört…ist da was dran?«. So speist er unwissentlich das Gerücht weiter in die Kommunikationskanäle ein und wird ungewollt zum Überträger des Virus.
Im Unternehmen, bei den nicht- oder nur indirekt Betroffenen lösen Gerüchte die Faszination des Hässlichen aus. So wie die Massenkarambolage mehr Gaffer als Helfer anzieht und Überflutungen zum Hochwassertourismus führen, beschäftigt und unterhält das Gerücht sein Publikum. Wie in alten Zeiten das Schauermärchen. Daneben halten Klatsch und Tratsch von der Arbeit ab, führen zu Produktivitätsverlusten und Fehlleistungen.

Je nach Inhalt und Verbreitungsgrad kann ein Gerücht den Betroffenen beschädigen, sogar seinen Ruf und seine Stellung im Unternehmen zerstören. Vor allem, wenn es sich gegen Sein Verhalten, seinen Charakter oder die persönliche Lebensführung richtet. Getreu dem Motto »irgendwas bleibt immer hängen« wird er künftig mit einem – wenn auch noch so kleinen – Makel behaftet sein.

Für die Kunden- und Dienstleisterbeziehungen sind Gerüchte schleichendes Gift. Sie erzeugen den Eindruck von Unordnung, Diskontinuität, Unprofessionalität. Man wird sich fragen, ob es sich dabei noch um einen verlässlichen Partner handelt. Die weiteren Folgen können Sie sich selbst vorstellen.

Betriebshygiene in der Gerüchteküche

Wer hat da gequatscht? Die Suche nach dem Leck im Boot ist sinnlos. Finden und stopfen Sie das eine, taucht an anderer Stelle ein neues auf. Die Verbreitung von Gerüchten wird sich nie ganz verhindern lassen. Die Neigung zu Gemunkel und Gemurmel ist viel zu tief in der menschlichen DNA verankert.

Ruhe bewahren.
Gehen Sie gelassen mit Gerüchten um, die an Sie herangetragen werden. Aufgeregtheit ist kontraproduktiv. Sie kennen das aus dem öffentlichen und politischen Leben: Der vermutete Wahrheitsgehalt eines Gerüchts steigt mit der Heftigkeit, mit der es dementiert wird. Hinterfragen Sie in Ruhe die Quelle des Gerüchts und gehen Sie sachlich auf dessen Realitätsgehalt ein. Wenn sich Gerüchte auf Mitarbeiter des Unternehmens beziehen, machen Sie deutlich, dass deren Weiterverbreitung schnell den Charakter der üblen Nachrede annehmen kann und damit kein Kavaliersdelikt darstellt. Je unaufgeregter und sachlicher der Umgang mit Gerüchten erfolgt, umso mehr wird ihnen der Nährboden entzogen – sie laufen sich tot. Damit verlieren die Erzeuger von Gerüchten zunehmend an Glaubwürdigkeit und Einfluss.

Offene Kommunikation pflegen. Jeder Mitarbeiter soll zeitnah und umfassend die Informationen erhalten, die er braucht um seinen Job zu tun. Stets im Wissen, wie es um seine Firma und um seinen Arbeitsplatz bestellt ist.

Vertrauen aufbauen. Nicht jede Information ist für jeden Mitarbeiter wichtig. Manche Informationen, die vertraulich behandelt werden müssen gehen ihn auch gar nichts an. Und gelegentlich ist Unwissenheit auch ein Segen. Hier liegt es an den Führungskräften, ihren Mitarbeitern klar zu machen, dass Verschwiegenheit, Diskretion oder Informationsrückhalt nicht das Hüten von Herrschaftswissen bedeutet. Sie sind vielmehr positive Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften, die dem Nutzen des Ganzen beitragen. Es erweist sich als ein Element ausgeprägter Vertrauenskultur, wenn ein Vorgesetzter sich auf Nachfrage seiner Mitarbeiter auf seine Verschwiegenheitspflicht beruft. Und wenn dieses Verhalten vollumfänglich von akzeptiert wird – im Vertrauen auf seine Aufrichtigkeit.

Bei allen Erfolgen, die Sie gegen den Flurfunk im Unternehmen erzielen mögen: ein Grundrauschen wird immer vorhanden sein. Damit verfahren Sie am besten nach dem Rat unseres Dichterfürsten:

Was viele singen und sagen, das müssen wir eben ertragen.
Johann Wolfgang von Goethe

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Flüsterpropaganda
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Flüsterpropaganda
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Was Gerüchte im Unternehmen anrichten und was Sie dagegen unternehmen können
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MSP Personalentwicklung, Koblenz
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