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Miteinander reden (Audio Version .mp3)

Reden kann jeder, die Kunst besteht jedoch darin, zu einer Aussage zu kommen. Unterschiedliche Meinungen Perspektiven und Interessen zu einer gemeinsamen Haltung zu formen. Entscheidungen zu treffen, Beschlüsse zu fassen und die Umsetzung konkret zu vereinbaren. Grundvoraussetzung dafür ist das Gespräch.

Beim Gespräch handelt es sich um ein komplexes Geschehen. Das gesprochene Wort lässt sich vielfältig deuten, erlaubt Interpretationen, die zu Missverständnissen, Spannungen und Konflikten führen können. Es ist nicht immer leicht, die Wirkung der eigenen Worte auf den Gesprächspartner optimal abzustimmen. Oft macht der Ton die Musik. Und dann ist da noch die Frage nach dem Gesprächsverlauf, der Zielgerichtetheit und den Gesprächsresultaten.

Gespräche ohne Ergebnis vernichten Wert

Eine verlorene Uhr kann ersetzt werden, verlorene Zeit ist unwiederbringlich.

Viele Gespräche bestehen aus „verbaler Holzwolle“ oder sinnentleertem Gefasel der „üblichen Verdächtigen“: Selbstdarsteller, Sprachverliebte und Schreibtischflüchtlinge, die sich im betrieblichen Stelldichein wohler fühlen als in der kargen Abgeschiedenheit ihres Büros. Solche Gesprächsrunden enden überwiegend in diffuser Ergebnislosigkeit, aber im Tenor: „Schön, dass wir mal wieder zusammen gekommen sind und darüber gesprochen haben“. Dabei sollte jedem Beteiligten bewusst sein: Im betrieblichen Umfeld sind Gespräche ohne Ergebnisse Wert vernichtend! Nicht zuletzt wirken sich Zusammenkünfte ohne konkrete Ergebnisse und Maßnahmen negativ auf die Motivation derjenigen Beteiligten aus, die an konstruktivem und produktivem Arbeiten interessiert sind. Manch einer fühlt sich daher an seinem Arbeitsplatz sinnvoller und besser aufgehoben als im Meeting.

Klare Strukturen und Disziplin schaffen einen Ergebnisrahmen

Wie lassen sich inhaltsleere und ergebnislose Gesprächsrunden vermeiden? Wie kann es gelingen, dass Gesprächsergebnisse in einem Bruchteil der sonst üblichen Dauer erreicht werden?

Die Antwort liegt in einer klar strukturierten und disziplinierten Vorgehensweise. Die folgenden Regeln können dabei hilfreich sein:

  • Nehmen Sie keine Gesprächseinladung an ohne die Tagesordnung zu kennen. Stellen Sie immer die Frage nach dem Inhalt und Ziel des Gesprächs – worum geht es, was soll erreicht werden?

  • Fragen Sie sich oder den Einladenden, welcher Beitrag zur Zielerreichung von ihnen erwartet wird.

  • Klären Sie im Vorfeld ob ihre Anwesenheit für die gesamte Dauer des Meetings benötigt wird. Unter Umständen ist nur eine zeitlich beschränkte Anwesenheit ihrer Person erforderlich.

  • Achten Sie auf Zeitdisziplin. Ein pünktlicher Beginn und ein pünktliches Ende hält die Tagesplanung aller Beteiligten in Ordnung.

  • Achten Sie bei der Sitzordnung darauf, dass niemand isoliert oder benachteiligt wird. Die beste Form der Sitzordnung ist der runde Tisch.

  • Klären Sie, wer für die Leitung des Gesprächs verantwortlich ist.

  • Legen Sie fest, wer die Ergebnisse des Gesprächs im Protokoll festhält.

  • Vereinbaren Sie, auf welche Weise Entscheidungen und Beschlüsse getroffen werden: Gemeinschaftlich per Abstimmung oder von einem übergeordneten Gremium, oder einer Person.

  • Fühlen Sie sich während des Gesprächs der Sache verpflichtet: Hinterfragen Gesprächsbeiträge nach Zweckdienlichkeit, persönlich geleiteten Interessen und emotionaler Einfärbung.

  • Schreiten Sie ein bei Übertretung von vereinbarten Redezeiten oder Abweichung von Umgangsregeln.

  • Stellen Sie sicher, daß strikt an der Sache entlang argumentiert wird. Fangen Sie weitschweifige Gesprächsteilnehmer oder Abweichler vom Thema ein.

  • Sorgen Sie dafür, dass festgehalten wird, wie die Umsetzung der Entscheidung erfolgt:

  • Wer macht was, bis wann und woran lässt sich die ordnungsgemäße Umsetzung der Entscheidung erkennen?

  • Wann findet das nächste Meeting statt und wer nimmt die Auswertung der Ergebnisse vor?

Seien Sie unbequem!

Am Anfang werden Sie als unbequem wahrgenommen.

Sie werden feststellen, dass die Einführung und Durchsetzung der vorgenannten Gesprächsregeln bei ihren Kollegen keine Begeisterungsstürme auslösen wird. Sie stören den lieb gewonnenen modus operandi, sorgen für das Ende der „Gemütlichkeit“. Sie werden die Spaßbremse sein, der Nörgler und Pedant. Halten Sie durch! Dieses Image wird Ihnen nicht für immer anhaften! Nach einer Eingewöhnungszeit ist die Kritik an ihren Methoden und der allgemeinen Disziplinierung vergessen. Es hat sich eine neue Gesprächskultur etabliert, die zur allgemein gültigen Vorgehensweise im Unternehmen geworden ist.

Nicht zuletzt, weil die Ergebnisse für sich sprechen.

Wenn Sie über diesen Text mit mir in den Gedankenaustausch oder in die Diskussion treten wollen schreiben Sie mir gerne auf diesem Blog. Wenn Ihnen der Text gefallen hat, freue ich mich darüber, wenn Sie ihn teilen. Besuchen Sie mich auch in der kommenden Woche wieder hier auf www.msp-kolleg.de

Ich freue mich auf Sie