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Wie geht CoachingSelbsterfahrung

Vor ein paar Tagen war ich in meiner Eigenschaft als Coach  im Gespräch mit dem Geschäftsführer eines Unternehmens, nennen wir ihn hier der Einfachheit halber Herr Peter. Anlass war die Frage, ob und zu welchen Bedingungen Coaching für Mitarbeiter in seinem Unternehmen infrage käme. Nach einer Weile merkte ich das Peter Vertrauen zu mir gefasst hat. Er erzählte mir, dass er vor etwa zehn Jahren für sich selbst ein Coaching in Anspruch genommen habe, „…natürlich habe ich zunächst einmal versucht alles mit mir allein abzumachen, was mich beruflich belastet und bewegt hat. Ich habe auch Gespräche mit meiner Frau und meinen Freunden gesucht, aber schnell festgestellt dass das nicht viel bringt. Sie gaben sich zwar redlich Mühe sich meine Situation hinein zu versetzen, waren aber mit ihren Ratschlägen und ihrem Latein schnell am Ende. Manchmal taten sie mir dann leid, in ihrer gut gemeinten Rat- und Hilflosigkeit. Sie konnten mir einfach nicht weiter helfen. Ich wollte auch kein Weichei sein und irgendwann habe ich dann aufgehört, zu reden. Habe mich zurück gezogen, wurde verschlossen, freudlos, mürrisch, reizbar und nervös.“ Ich habe mich dabei selbst beobachtet, stand neben mir, wusste was vorgeht, sah aber keinen Weg, etwas zu verändern. Das war eine Selbsterfahrung, die ich niemandem wünsche!“

Kessel unter Dampf – schwerere Gang zum Coach


„Irgendwann meinte meine Frau zu mir, ich würde wirken wie ein Kessel, der unter Dampf steht. Mit blockiertem Ventil. Und egal wie, es müsse jetzt etwas passieren, bevor noch etwas passiere. Da habe ich mir dann jemanden gesucht, der sich im Geschäftsleben auskennt und als Coach langjährig tätig war. Dieser Gang war nicht einfach für mich und anfangs tat ich mich schwer. Nach fünf oder sechs Terminen war für mich wieder Land in Sicht. In den Gesprächen mit meinem Coach habe ich gelernt, berufliche und auch private Probleme zwar mit der notwendigen Sorgfalt zu behandeln, jedoch eine gewisse professionelle Distanz einzunehmen. Und auch auf mich selbst mehr aufzupassen. Die vielen praktischen Tipps und Anregungen zur Stressprophylaxe und zum Entstressen, haben mir seither geholfen souverän durch den ganz normalen Wahnsinn des Alltags zu steuern. Und für die private Lebensführung waren die Erkenntnisse aus dem Coaching für mich wie eine Frischzellenkur. Ich bin froh, das ich das gemacht habe. Hätte ich mir keinen externen Begleiter genommen, wäre es wahrscheinlich sehr schlecht um mich bestellt gewesen.“

Du musst stark sein!


Die Äußerungen von Peter sind stellvertretend für die Situation vieler (vor allem Männer) im Berufsleben, die mir in meiner Coaching Praxis begegnen.
Der subjektiv empfundene Druck im Job steigt beständig.
Die Hemmschwelle, sich mitzuteilen, gar externe Beratung und Unterstützung zu suchen, ist Alltag und umso größer je mehr beim Einzelnen und in seinem Umfeld die Meinung vorherrscht „Mann“ habe seine Probleme selbst zu lösen. „Sei keine Pussi, heul nicht rum! Das ganze Psychogelaber ist doch nur ein Weichspüler für fürs Gehirn. Es gibt kein Problem, das nicht weggespült werden kann“, nach dem Motto von Wilhelm Busch: „Es ist bekannt von alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör“ „ („Die fromme Helene“, sic.)
Coaching – Wertvoller als ein Stück Brot…


Insbesondere die Rolle des Coachs wird oft fälschlicherweise gleichgesetzt mit der eines Psychotherapeuten; ohnehin schon ein vorbelasteter Berufsstand („…die haben doch selber alle einen an der Klatsche!“), den scheut der letzte Rest von Selbstbewusstsein im Mann wie der Teufel das Weihwasser. Ist nicht der Gang zum „Seelenklempner“ gleichbedeutend mit dem endgültigen Verlust der Lufthoheit über die Autonomie der Person? Geschieht damit nicht der Offenbarungseid für die zertrümmerte männliche, sachliche und emotionale Unabhängigkeit?

An dieser Stelle müssen wir aufräumen mit dem Bild, das die uninformierte Öffentlichkeit vom Coach hat:
Der Coach ist (ausdrücklich) kein Psychotherapeut. Er darf und will es nicht sein. Und wird auch nicht therapeutisch tätig (wenngleich Coachings manches Mal auch therapeutische Wirkung entfalten können. Nicht umsonst kannten die alten Griechen den Prozess des „Heilen durch Reden“). Vielmehr ist der Coach ein ausgebildeter, kritischer Gesprächspartner, der auf Basis seiner Methoden- vielfalt, aber auch Berufs- und Lebenserfahrung, seinen Klienten in dessen Anliegen, Fragestellungen, Problemen, Krisen begleitet und dabei immer auf die Eigenverantwortung und das Vermögen seines Klienten setzt, selbstständig und als autonom handelnde Person seine Themen zu bearbeiten. Der Coach mag Menschen und er ist zugewandt. Er ist Wegbegleiter, gelegentlich auch Rat- und Ideengeber, Spiegel, gelegentlich auch „nur“ Zuhörer – denn manchmal ist einer, der zuhört, wertvoller, als ein Stück Brot.
Das Ende ist erst der Anfang


Im weiteren Gesprächsverlauf stellten Peter und ich übereinstimmend fest, dass es noch einer Menge Aufklärungsarbeit in Unternehmen bedarf, um Klischees und Vorbehalte über Coaching  bei den Mitarbeitern abzubauen und den externen Coach und Berater als ganz selbstverständliches Angebot zu etablieren. Vor allem dann, wenn Führungskräfte und Mitarbeiter ihre Themen mit „Bordmitteln“ nicht mehr bearbeiten können. Beide sehen wir aber auch, das die Tätigkeit des Coachs im beruflichen Umfeld, wie auch im privaten eine zunehmend wichtige Rolle spielen wird. Wir stehen erst am Anfang.

Am Ende soll nicht unerwähnt bleiben, das ich dem Leser gerne als Coach zur Verfügung stehe. Nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf. Für Interessierte an einem Coaching im Raum Köln/Bonn/Eifel empfehle ich Ihnen besten Gewissens meine geschätzte Kollegin Katharina Bertulat. Sie hat sich auf das Coaching von Männern spezialisiert und ist wirksam – ich spreche aus eigener Erfahrung

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Wer zum Coach geht, ist ein Weichei
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Wer zum Coach geht, ist ein Weichei
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Es ist ein Klischee, den Gang zum Coach mit dem zum Psychiater zu vergleichen.
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MSP Personalentwicklung, Koblenz
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